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Die Beschäftigung mit nichtchristlichen Religionen ist ein fester Bestandteil des Religionsunterrichts aller Jahrgangsstufen. In den 7. Klassen wird speziell das Thema ISLAM ausführlich behandelt. Neben sachlichen Informationen über den Glauben der Muslime kommt es dabei besonders auf die Förderung von Achtung und Toleranz gegenüber dieser Religion an. Hier hat sich bereits seit mehreren Jahren die Zusammenarbeit mit der islamischen Gemeinde in Weiden bewährt.

Dass islamisches Leben nicht nur in weit entfernten Großstädten stattfindet, sondern auch direkt vor unserer Haustüre aktiv gelebt wird, konnten die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen heuer wieder selbst am eigenen Leib erfahren.

So machten sich 91 Schüler mit den Lehrkräften Fr. Dicker, Hr. Eckl, Fr. Götz und Fr. Schuster am 21. März auf den Weg nach Weiden. Die Mevlana-Moschee war von außen sofort am Minarett und der Kuppel zu erkennen. Besonders herzlich begrüßten uns der Vorbeter (Imam) der Gemeinde und seine Übersetzerin, die sich zwei ganze Stunden nur für uns Zeit genommen hatten.

Bevor wir das Gebäude betreten durften, mussten wir die Schuhe ausziehen, um den Teppich, der in der gesamten Moschee zum Beten ausgelegt ist, nicht zu verschmutzen. Als es sich alle auf dem Gebetsteppich bequem gemacht hatten, stellten sich der Vorbeter und die Übersetzerin vor. Beide kommen aus der Türkei und sind Muslime, sie gehören also der zweitgrößten Weltreligion, dem Islam, an. Sie erzählten uns viel über ihren Glauben und beantworteten Fragen. Sie erklärten uns, dass sie in Richtung Mekka beten, der Koran ihre heilige Schrift sei, Mohammed der letzte Prophet war und vieles mehr. Am meisten begeisterten uns die Verzierungen an der Decke und an den Wänden. Überall fanden sich arabische Schriftzeichen und kleine Mosaiksteinchen, die dem Raum einen schönen Glanz verliehen. Die 2011 fertig gestellte Moschee bietet an Feiertagen für bis zu 300 Muslime Platz, übersetzt uns die Dolmetscherin die Worte des Imam. Wir erfuhren, dass der Teppich von einer Fabrik in der Türkei hergestellt wurde, die nur Gebetsteppiche für Moscheen anfertigt. Fünf Mal am Tag beten Muslime, dafür müssen sie aber nicht in das Gebetshaus kommen, sondern können sich zu Hause oder bei der Arbeit auf einen eigenen Gebetsteppich knien. Vorher müssen sie sich jedoch waschen und die Schuhe ablegen. Diese Informationen und noch viele weitere erhielten wir von unseren beiden Führern. Großer Dank gilt an dieser Stelle der islamischen Gemeinde in Weiden, die uns immer mit offenen Armen empfängt und sehr unkompliziert auf unsere Belange eingeht.

Als es Zeit wurde wieder aufzubrechen, verabschiedeten wir uns und machten noch ein großes Gruppenfoto, bevor wir wieder mit dem Bus zurück nach Nabburg fuhren. Pünktlich zum Unterrichtsschluss kamen wir nach einem sehr unterhaltsamen und interessanten Vormittag wieder an der Schule an. Die Exkursion hat allen Teilnehmern klar gemacht, dass das Zusammenleben von unterschiedlichen Religionen, auch in unserer Region, sehr gut funktionieren kann.

T. Eckl