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Realschüler besuchen Stolpersteine

„Erinnern und erzählen“ – zwei wichtige Faktoren in der heutigen Zeit und in unserer Gesellschaft. Diesem Motto fühlt sich seit Jahren die Naabtal-Realschule Nabburg als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ besonders verpflichtet und besucht in diesem Jahr, in dem sich die „Reichspogromnacht“ am 9. November zum achtzigsten Mal jährt, die Stolpersteine in der Nabburger Altstadt. 

In den Bürgersteig am Unteren Markt eingelassen sollen die mit einer Messingplatte versehenen Steine als „Steine des Gedenkens“ an die jüdischen Familien Baum, Wilmersdörfer und Bruckmann erinnern. Eindrucksvoll schildert Bürgermeister Armin Schärtl den Klassensprechern der 10. Jahrgangsstufe die Deportation und Ermordung der Familienmitglieder durch die Nationalsozialisten. Gemeinsam mit weiteren Vertretern der Stadt und der Schule legen die Jugendlichen als Zeichen der Verbundenheit Blumen nieder und sprechen ein gemeinsames Friedensgebet.

Wichtig ist aber nicht nur die Erinnerung, sondern trotz allem auch das Erzählen und der Austausch über diese grausamen Taten, denn sie gehören zu unserer Geschichte. Zu unserer Geschichte gehört aber auch, dass wir schon 70 Jahre in Frieden miteinander leben dürfen.

Katrin Held